Arm geboren, brav sein = arm leben müssen

von Michael Ibig

Ein Opfer muss man bringen. 

Wenn man in dieser Welt als hilfsbereiter, braver Mensch versucht möglichst immer gut zu sein und nicht nur gut zu scheinen fühlt man sich vielleicht moralisch besser, hat aber doch sonst ein durchweg fast geradezu beschissenes, trauriges Leben … .

Warum?

Der Mensch ist laut allgemeiner Aussfassung das einzige Lebewesen, welches denken, Situationen kombinieren und Dinge beeinflussen kann. Dazu ist er wahrscheinlich das einzige Lebewesen, welches weiss, dass es irgendwann sterben muss.
Irgendwann, aber wann? Und woran  …. ? Und haben wir etwas geschafft, woran andere sich möglichst lange erinnern? Wir wollen nicht einfach so verschwinden und niemand merkt etwas. Normalerweise hat man zumindest seine Familie. Vater und Mutter oder einer davon noch, oder Geschwister, mit denen man aber meistens nicht so richtig klar kommt und eigentlich froh ist, wenn man sie nicht zu oft sieht, weil sie andere Ansichten haben.
Eine eigene Familie mit eigenen Kindern, was aber auch immer schwieriger wurde, weil Familien ja warum auch immer nicht mehr halten können. Oder zumindest eine Ex-Frau und Kinder, die sich wenigstens auf Unterhaltszahlungen freuen.

Unsere ständige, grösste Angst und das grösste Tabu ist wohl, etwas so falsch zu machen oder am falschen Ort zu sein und plötzlich zu sterben und nichts mehr daran ändern oder verbessern können. Das Leben selbst, wenn man es lässt und nicht überall reinpfuscht würde sich in jeder Hinsicht um Verbesserung kümmern. Unter dieser ständigen Angst tun wir Dinge, die nichts weiter bewirken, als uns oder andere nur früher wie nötig sterben zu lassen und was dazu kommt und noch absurder ist, die ganze Zeit das Leben weniger geniessen, wie wir es entspannt geniessen könnten und würden, hätten wir diese Angst nicht.

Mann und Frau haben dabei unterschiedliche Ausrichtungen, wie sie ihr Leben in dieser Matrix leben könne, damit sie es oberflächlich gesehen netter und einfacher wie die anderen haben.

Statt dass man dafür sorgt, dass alle es gut und immer besser haben, redet man schön und gut und lernt nur, wie man sich gegenseitig geschickter benutzt und sich auf Kosten anderer möglichst Vorteile verschafft.

Wer will denn so leben? Warum ändert sich nichts, egal wie nett sich die Leute anhören.

Es hat sich in 40 Jahren nichts zum besseren gewendet und meine Geduld ist echt am Ende.

Warum sind wir so oberflächlich und tun nichts, dass es wirklich nett wird?

Warum denn?

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